Ungarischer Hanf

Hanf in Europa: Ungarischer Hanf

Bis 1994 war Hanf in der westlichen Welt verboten (ab dem 2. Weltkrieg). Jedoch in Ungarn war der Hanfanbau sowie die -Produktion weiter in Betrieb. Bis dann 2008 Schluß war.

Mit Wissen das noch aus der Zeiten der Monarchie (Donau-Schwaben) vorhanden war, wurde von deutscher Seite der Hanf-Anbau im 17. Jahrhundert in Ungarn begonnen. Im 19. Jahrhundert wurde auf Dampfmaschinen noch weitergemacht und bis in die 70er / 80er Jahre auf Hochtouren betrieben. Nach Zuckerrüben war Hanf die meistangebaute Feldfrucht in Ungarn. Die Nutzung der angebauten Hanf-Pflanzen war dabei hauptsächlich auf grobes Gewebe und Schnüre bzw. Seile beschränkt. Aus den Schäben (der innere holzige / holzähnliche Teil der Hanfpflanze) wurden hauptsächlich Spanplatten für die Möbel-Industrie. Die „Abfälle“ aus den Spinnereien fanden in der Papier-Industrie Verwendung.

Ab 1994 wurden europaweit neue Verarbeitungstechnologien (Ernte- und Verarbeitungstechnik) in der Hanfbranche eingeführt. In Ungarn wurde diese Entwicklung verschlafen und fand darum keinen Einzug in die ungarische Produktion und Verarbeitung des Hanf. Leider ging die europäische Nutzung des Hanf an der Textilindustrie vorbei, da diese ja in Europa mehr oder weniger nicht mehr da war (1994).

2008 wurden in Ungarn die letzten Felder nach der traditionellen Verarbeitung angepflanzt, da auch die letzte ungarische hanfaufkaufende Firma Konkurs ging. Seitdem forschen wir (also Max Lindner Strumpffabrik + Hanf) an der modernen Nutzung des naturverträglichen Rohstoffes Europäischer Hanf um diesen für unsere Socken-Produktion verwenden zu können. Dazu mußten alle landwirtschaftlichen und industriellen Schritte neu entwickelt bzw. an den Hanf angepasst werden, um ihn als Rohstoff für unsere modernen Produktionsanlagen in der Textilindustrie nutzen zu können.

Warum ist Hanf für Europa so wichtig?

Die größte Herausforderung in der heutigen Welt ist ressourcenschonend zu leben, unseren ökologischen Fußabdruck möglichst klein zu halten, um unseren Nachkommen eine intakte Welt und Natur zu übergeben.

Da bietet Hanf sehr viele Möglichkeiten:

  • Umweltschonender Anbau
  • Vielzahl von Produkten aus Hanf (Schätzungen bis zu 30.000)

Ökologische Vorteile von Hanf

  • Hanf ist in Europa als Pflanze „heimisch“, d.h. gut kultivierbar, im Gegensatz zu Baumwolle, die nur in einem bestimmten Breitengrad wächst (der sog. „Baumwoll-Gürtel“)
  • Hanf ist eine tiefwurzelnde Pflanze und zieht sich somit die Nährstoffe aus Regionen im Boden, die für andere Kulturpflanzen nicht erreichbar sind. Hanf lockert dabei den Boden auf (bodenverbessernde Eigenschaften) und holt Nährstoffe nach oben.
  • Für Hanf gibt es keine Pestizide – es sind auch keine notwendig, da Hanf durch seinen schnellen Wuchs Unkraut unterdrückend wächst. So können sich die Pestizide auch nicht in den Fasern ablagern, bzw. es gibt keine Rückstände von Chemikalien in unseren Hanfpflanzen – denn: Was nicht auf dem Feld ist, kann nicht in der Pflanze sein!
  • Wir brauchen auch keine Insektizide, da Hanf durch seine natürlichen Aromen die Schädlinge größtenteils fernhält. Anmerkung: Ca. 30% der weltweit verwendeten Insektizide & Pestizide werden in der großindustriellen Produktion in Billiglohnländern auf Baumwoll-Feldern verwendet. Mit häufig teilweise toxischen Mitteln ohne Atemschutz oder schützende Arbeitskleidung für die betroffenen Arbeiter!
  • Kurze Transportwege durch heimische Versorgung.
  • Landwirtschaftliche Wertschöpfung ist höher wie z.B. bei Mais der für Biogas-Anlagen angebaut wird.
  • Durch die hohe Trockenmasse kann Hanf aus der Luft sehr viel CO2 binden.

Ein weiterer Vorteil von Hanf ist die Unabhängigkeit von Rohstoff-Importen aus Fernost und ehemaligen Kolonien.


Mehr Informationen zu Max Lindner Hanf: Telefon 0049 9181 299822 Alexandra Lindner

Unsere Hanf-Socken sind aktuell ausverkauft!

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